Gesprächsabend Umstrittene Erinnerung. Eine deutsch-französische Verständigung über Europa

Symbol für Lesungen und Vorträge
Sammlung Domnick
Lesung & Vortrag
Referent: Prof. Dr. Aleida Assmann, Prof. Dr. Olivier Abel
Termin: Freitag, 23.07.2021, 17:00

Die Sammlung Domnick lädt Sie zu einem spannenden Gesprächsabend mit Prof. Dr. Aleida Assmann und Prof. Dr. Olivier Abel aus Frankreich ein. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Akademie Bad Boll, der Stadt Nürtingen und der französischen Region Occitanie statt. Eine Simultanübersetzung ist vorgesehen.

Die europäische Verständigung erfordert einen gemeinsamen Blick auf die Geschichte. Doch der bleibt oft aus. Prof. Dr. Aleida Assmann ist Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels und beschreibt die umstrittenen Erinnerungen zwischen Ost und West. Prof. Dr. Olivier Abel aus Frankreich aktualisiert den Ansatz des Philosophen Paul Ricoeur (1913-2005) für ein gerechtes Erinnern.
Die Erinnerungskulturen in Deutschland und Frankreich sollen an diesem Abend in ein konstruktives Gespräch gebracht werden. Das gemeinsame Erinnern und diese Debatte um die Erinnerungskulturen ist die Grundlage für eine gestärkte europäische Identität.

Referenten:
Prof. Dr. Aleida Assmann ist seit 1993 Professorin für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaften an der Universität Konstanz. Sie veröffentlichte zahlreiche Arbeiten zur englischen Literatur und zur Archäologie der literarischen Kommunikation. Seit den 1990er Jahren ist ihr Forschungsschwerpunkt die Kulturanthropologie, insbesondere die Themen kulturelles Gedächtnis, Erinnerung und Vergessen. Aleida Assmann ist mit dem Ägyptologen und Kulturwissenschaftler Jan Assmann verheiratet. Sie forschen und publizieren gemeinsam. 2018 bekamen sie zusammen den renommierten Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für ihre Forschung zur Erinnerungskultur von Gesellschaften.

Prof. Dr. Olivier Abel unterrichtet Philosophie und Ethik an der Evangelischen Fakultät in Montpellier. Abel hat lange Jahre mit Paul Ricœur (1913-2005) zusammengearbeitet und führt seine Impulse in Forschung, Lehre und gesellschaftlicher Stellungnahme weiter. Im Werk Paul Ricœurs ist ein roter Faden der angemessene Umgang mit dem Unrecht des Nazi-Regimes und wie aus dem Dunkel der Shoah ein positiver Impuls zur Veränderung, für eine menschliche Gegenwart und Zukunft entwickelt werden kann.

Moderation:
Prof. Dr. Thomas Thiemeyer, Direktor des Instituts für Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen

 

 

2020 haben Albrecht Knoch und Vera Romeu mit Olivier Abel über die Deutsch-französische Erinnerung gesprochen. Zur Einstimmung auf den Gesprächsabend können Sie auf folgenden Link das Gespräch nachhören. Eine Dolmetscherin übersetzt zeitgleich die französischen Passagen.
Umstrittene Erinnerung. Grundlage für Europa. Ein deutsch-französisches Gespräch

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