Rätselhafter Fund Die Toten auf der Ostterrasse

Ein spektakulärer Fund auf der Ostterrasse der Heuneburg sorgte im Jahr 2012 für Aufsehen: etwa 180 menschliche Skelettreste förderten die Grabungen zutage. Doch die Menschenfunde geben den Archäologen Rätsel auf.

Außenansicht Ostseite Heuneburg - Stadt Pyrene

Auf der Ostseite: Blick zur Ostterrasse und der darüber liegenden Bebauung.

FRAGEN, ABRER NOCH KEINE ANTWORTEN

Die Archäologen stellten überrascht fest, dass es bei mehreren Skeletten zu einer mehrfachen Umlagerung gekommen war. Dies beweisen einzelne Knochenfragmente, die zu einem einzigen Skelett gehören, jedoch in verschiedenen Grabungsschichten gefunden wurden. Wie die Toten auf die Ostterrasse gelangten, warum sie nicht in Gräbern bestattet worden waren, der Grund für die Umlagerung und die Todesursache: Das alles ist bis jetzt ungeklärt. Die Spurenlage deuten äußere Gewalteinwirkungen und ein Brandereignis hin.

Heuneburg – Stadt Pyrene, Luftansicht der Lage der Heuneburg an der Donau

Unter dem sogenannten Donautor gelegen, weist die Osterrasse gute Bedingungen für eine Siedlung auf.

WEITERE FUNDE – WEITERE RÄTSEL

Die Ostterrasse zwischen Burgberg und Donauniederung, stellte lange Zeit ein von den Archäologen noch unerforschtes Terrain dar. Doch bereits die ersten Ausgrabungen von 2011 und 2012 förderten Spannendes zu Tage: Neben zahlreichen hallstattzeitlichen Keramikfragmenten, Tierknochen und kleineren Mengen an Bernstein, bargen die Archäologen sehr qualitätsvolle Sandsteinquader, die allerdings noch keinem Bauwerk zugeordnet werden können – ein weiteres Geheimnis auf der Ostterrasse, das noch nicht enträtselt ist.

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